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Herzogin und Herzog von Sussex geben ein Interview bei Oprah Winfrey – Ein Kommentar

Prinz Harry ist der zweite Sohn des britischen Thronfolgers. Zusammen mit seiner Frau Meghan Markle, Herzog und Herzogin von Sussex, wenden sie sich medienwirksam an die Weltöffentlichkeit. Dies geschieht unter der Pergola einer Villa in Los Angeles. Sie sehen sich als gesellschaftlich relevant. Sie möchten die Menschen über ihre Leiden aufklären. Diese Leiden wurden ihnen angeblich vom britischen Königshaus und der Institution Monarchie zugefügt. Eine „Freundin“ der Herzogin ermöglicht ihnen ein CBS-Interview. Es ist Oprah Winfrey, bei der schon viele Prominente eine Lebensbeichte ablegten. Bei einem Rundgang auf dem Hühnerhof ihrer Villa in Montecito betont das Herzogspaar: „Wir möchten ein Leben in Einfachheit führen“. Das ist ihr Ziel für die Zukunft.

Ein 36 jähriger Sohn beklagt sich darüber, dass er von seinem Vater kein Geld für seinen Unterhalt erhält. Zuvor hatte er seine lukrative, unkündbare Anstellung beim britischen Staat abrupt aufgegeben. Er und seine Familie müssten sich nun mit dem (Millionen)Erbe seiner Mutter über Wasser halten. Sein Vater, Prinz Charles, hätte sich geweigert ihn finanziell zu unterstützen.

Inzwischen hat Familie Sussex in Kalifornien eine „Notunterkunft“ in einer 18 Millionen Dollar teuren Villa gefunden. Zuvor hatten sie in Großbritannien auf Windsor Castle eine Wohnung in Frogmore Cottage. Der britische Steuerzahler hatte das Haus für 3 Millionen Euro renoviert. Herzog und Herzogin von Sussex waren erstaunt. Sie mussten das Geld zurückerstatten, als sie sich aus dem Staatsdienst verabschiedet hatten.

Auf das Ehepaar Sussex warteten noch weitere schreckliche Dinge. Sie durften ihre Anrede „Königliche Hoheit“ nicht mehr behalten und musste alle Ehrenämter und Stiftungsvorstände abgeben. Harry musste auch auf militärische Ehrentitel für Mitglieder der königlichen Familie verzichten. Das schmerzte den jungen Mann ganz besonders. Er ist in seiner Psyche schwer getroffen. Nun weiß er offenbar nicht mehr was er tun soll. Beide schimpfen auf die Medien, die sich in ihr Leben einmischen. Sie sind aber offenbar ganz froh, ein skandalträchtiges Interview bei Oprah Winfrey im amerikanischen Fernsehen machen zu können. Das Interview könnte ihren Marktwert für die Boulevard-Medien wieder steigern. Denn was sind die beiden ohne das britische Königshaus? Nichts!

Die zur Herzogin aufgestiegene Schauspielerin Meghan Markle jammert über angeblichen Rassismus im englischen Königshaus. Konkrete Beispiel bleiben aus. Sie konnte lediglich die Spekulationen über die Hautfarbe ihrer Kinder anführen. Vom Hören-Sagen, wer was wann wie, in welcher Form geäußert hat, bleibt offen. Außerdem sei sie von Selbstmordgedanken geplagt gewesen und niemand im Königshaus hätte ihr geholfen. Mitglieder des Königshauses könnten sich nicht einfach ein Taxi bestellen und ins Krankenhaus fahren. Auch Prinz Harry betonte er hätte ein Leben wie in Gefangenschaft geführt, aus dem er nicht ohne weiteres ausbrechen konnte. Die anderen Familienmitglieder seien ebenfalls „Gefangene“ ihrer Situation.

Alles sehr merkwürdig. Ein Onkel von Harry, der Herzog von York, konnte ohne weiteres durch die Welt reisen. Über viele Jahre besuchte er – offenbar unerkannt – ein Bordell für Reiche mit minderjährigen Prostituierten in Südamerika (der andere Skandal der Windsors). Trotz ihrer „Gefangenschaft“ organisierte das Paar eine Privathochzeit vor der öffentlichen Eheschließung in Windsor. Danach feierte Herzogin Meghan eine aufwendige Babyshower-Party in New York. Später traf sie sich mit Freunden auf einer Highlife-Party in Amsterdam. So festgebunden, wie sie es im Interview darstellt, schein sie nicht gewesen zu sein. Als Ehren-Vorsitzende vieler Wohltätigkeitsorganisationen war sie häufig im Land allein unterwegs. Es wird behauptet, dass man ihr in England Schlüssel, Reisepass und Geldbörse einfach weggenommen hätte. Sie durfte das Haus angeblich nicht verlassen: Eine Wahrnehmungsverzerrung oder einfach gelogen?

Folgt man den Berichten der letzten Monate, hatte Herzogin Meghan ohnehin nicht viel Lust in Großbritannien zu bleiben. Die britische Staatbürgerschaft wollte sie nie annehmen, sie wollte als Mitglied des britischen Königshauses US-Bürgerin bleiben. Dass dies – unter anderem – unangenehme Kommentare der britischen Öffentlichkeit nach sich zog, empfindet sie als Mobbing.

Die Herzogin fühlte sich generell verfolgt im britischen Staat und nicht akzeptiert von der Schwiegerfamilie. Sie hatte sich eine glamouröse Hauptrolle im royalen Spiel erhofft. Leider musste sie zerknirscht feststellen, dass sich andere Mitglieder im Königshaus nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Insbesondere ihre Schwägerin Kate, die Herzogin von Cambridge, scheint eine raffinierte Konkurrentin gewesen zu sein. Bei der Hochzeit von Harry und Meghan brachte sie Meghan mit einem Disput über die Kleidchen der Blumenmädchen zum Weinen. War das Psychoterror im Hause Windsor!? Herzogin Meghan beklagte sich darüber, dass ihr Sohn Archie keinen Prinzentitel bekommen hat. In ihrer Sicht ist das reine Gehässigkeit der Windsor-Family. Das Interview gibt uns einen Einblick in die dramatischen Lebensprobleme des britischen Hochadels. Wie ernst muss man das nehmen?

Prinz Harry zeigte sich erstaunt. Man hätte seine Abreise aus dem Vereinigten Königreich sofort als Ausstieg aus der Familienfirma interpretiert. Dabei wollten die Sussex doch nur in ein anderes Commonwealth-Land ziehen. Sie dachten an Kanada, Australien oder Neuseeland. Von dort aus wollten sie ihren Dienst für die britische Nation weiter versehen. Glauben Prinz Harry und Herzogin Meghan wirklich, dass sie noch in der kolonialen Vergangenheit des britischen Empire leben? Glauben sie, diese Länder wären nicht Ausland, sondern ein Teil von „ihrem“ Königreich? Schon allein wegen solcher unüberlegten Äußerungen, dürfte das Herzogspaar für die britische Monarchie politisch erledigt sein.

Tatsache ist, im royalen Theater spielen Prinz Harry und Herzogin Meghan nur Nebenrollen. Sie können mit den anderen staatstragenden Rollen in der britischen Monarchie kooperieren. Mehr nicht! Genau das wurde von ihnen erwartet. Etwas anderes hätten sie sich selbstständig erarbeiten müssen, aber dazu hatten sie keine Lust. Beide waren offenbar verwundert. Die britische Öffentlichkeit erwartete Rechenschaft über ihre Tätigkeit für das luxuriöse Gehalt aus Steuermitteln. Sie wollte auch noch bestimmen, wie sie ihre Arbeit verrichten. Prinz Harry gefiel sein Status nicht. Immer hinter dem Bruder stehen und nicht ständig an erster Stelle mitspielen können, belastete ihn sehr.

Für ihr furchtbares Schicksal im freigewählten amerikanischen Exil machen sie die britische Monarchie verantwortlich. Auf die Idee, einer normalen Arbeit nachzugehen und damit Geld zu verdienen, ist das herzogliche Paar noch nicht gekommen. Sie wären gerne Vizekönig und Vizekönigin, aber da ist nun der Ofen gänzlich aus. Man muss Mitleid haben mit diesem Paar. Sie wirken geistig orientierungslos und von Selbstüberschätzung geplagt. Sie leben in einem geistigen Paralleluniversum, dass an Grimms-Märchen erinnert. Diese Personen sind nicht so wichtig, wie sie glauben zu sein. Im Grunde sind sie vollkommen unwichtig für das Weltgeschehen, sie haben hier keinerlei Bedeutung. Ob das Herzogspaar Sussex das verkraften wird? Ich bezweifle es!

Rolf-Michael Hilkenbach / März 2021

Prinz Harry in Sorge: „Meine Familie hat mir den Geldhahn zugedreht“ – Royals – FOCUS Online


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