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Jenseits von Grenzen und Zeit entfaltet sich unser Erbe. Entfessle die Kraft, erobere das Spiel der Imagination. Begleite uns auf der Suche nach einer anderen Frequenz von Wirklichkeit – einer Welt, in der Kreativität keine Grenzen kennt.


Harry und Meghan im Therapiemodus

Dieser Text entstand im Frühjahr 2021, inmitten einer aufgeheizten öffentlichen Debatte um Harry und Meghan und ihre mediale Selbstinszenierung. Rückblickend lese ich ihn als Momentaufnahme einer Zeit, in der persönliche Offenbarungen, therapeutische Narrative und politische Symbolik ineinandergriffen und die Grenzen zwischen Privatem und öffentlicher Bühne neu verhandelt wurden. Die damalige Dynamik, die Emotionalität der Diskussion und die kulturpolitischen Spannungen bilden den Resonanzraum, aus dem dieser Kommentar spricht. Er dokumentiert eine Wahrnehmung, die sich aus der damaligen Situation speiste – und zugleich Fragen berührt, die bis heute nicht an Relevanz verloren haben.

Das Prinz Harry, Herzog von Sussex, erheblich psychisch belastet ist, dürfte mittlerweile klar sein (siehe hierzu auch seine Autobiografie „Spare“ aus dem Jahr 2023. Hier schreibt er über seine Erfahrungen mit psychischen Problemen und Drogenmissbrauch). Die Ursachen für seinen Zustand sucht er in seiner Herkunftsfamilie und seinen früheren Lebensumständen. Und er will damit Politik machen, mit Unterstützung seiner Frau. Genau deshalb ist diese Geschichte keine Privatangelegenheit. Die beiden stellen sich der öffentlichen Beurteilung! Sie suchen die mediale Öffentlichkeit, um ihre Kritik und ihre Beschuldigungen loszuwerden. Insofern stellt sich für mich die Frage, wie so etwas einzuordnen ist.

Als Royals sind Prinz Harry und seine Meghan erledigt! In den britischen Medien wird mittlerweile darüber diskutiert, ob es nicht besser wäre, dem Herzog und der Herzogin von Sussex die Adelsprädikate zu entziehen. Sollte es tatsächlich soweit kommen, wird die Öffentlichkeit kaum noch an ihrem Leben Anteil nehmen, wenn sie für sich keine andere berufliche Existenzberechtigung als die Beziehung zum britischen Königshaus finden.

Das was jetzt noch zu hören ist, ist ein absurdes wütendes nachtreten, um von dem eigenen Fehler und persönlichen Unzulänglichkeiten abzulenken. Sie merken mittlerweile, dass ihnen die Felle davon schwimmen. Ein Zurück wird es für dieses Paar nicht geben. Und so suhlen sie sich regelrecht mitleidheischend und rachedurstig in der Opferrolle. Sie handeln nicht wirklich, sondern reagieren nur noch impulsartig, ein Um-Sich-Schlagen. Damit erreichen sie jedoch nicht das, was sie zu erreichen hoffen.

Nicht Prinz Harry und seine Frau sind die Gesteinigten, sie selbst werfen in Obelix-Manier permanent schwere Brocken in Richtung der britischen Königsfamilie. Damit gewinnen sie keine Sympathien. In der demonstrativen (wenig glaubwürdigen) Opferrolle verbleiben sie phantasielos, ohne jede Kreativität in der ewigen Position des Geschädigten und Leidtragenden. Ein andauerndes Um-sich-selbst-kreisen und narzisstisch wirkendes Selbstbespiegeln. In einer aktuellen TV-Dokumentation zum Thema mentale Gesundheit, lässt Prinz Harry vor laufenden Kameras die Öffentlichkeit an einer persönlichen Therapiesitzung teilnehmen. Angesichts des tatsächlichen Elends vieler Menschen in dieser Welt, ist das nur noch peinlich und eine Zumutung.

Stattdessen hätte das Paar, nach ihrem Ausbruch aus dem „königlichen Staatsbetrieb“, zum Täter im positiven Sinn werden können. Das heißt: Ohne zerstörerische Absicht aktiv etwas umsetzen, das anderen Menschen als Vorbild dienen oder irgendwie anders nützlich sein kann, ohne jemanden zu verletzen. Sie hätten eine selbstständige, unabhängige Lebensperspektive entwickeln können, so wie es die Mutter von Prinz Harry, Diana Prinzessin von Wales, getan hat. Sie hat viele Menschen, weltweit, durch ihre Taten inspiriert, hat ihnen Mut gemacht und Hoffnung vermittelt. Sie hat Menschen durch ihre Taten zu einer Gemeinschaft und Verbundenheit geführt, wie die unermessliche Trauer nach ihrem frühen Tod zeigte. So ist sie zur „Königin der Herzen“ geworden. Diese Frau jetzt als Kronzeugin für die eigene Misere zu missbrauchen ist ein Skandal.  Zitat Prinz Harry: „Die Geschichte hat sich wiederholt. Meine Mutter wurde in den Tod gejagt, während sie eine Beziehung mit jemanden hatte, der nicht weiß war. Und jetzt schaut euch an, was passiert ist. (…) Sie werden nicht aufhören, bis Meghan stirbt“. Prinz Harry möchte den Eindruck erwecken, das der Unfalltod seiner Mutter und die eigene aktuelle Lebenssituation mit rassistischen Motiven der britischen Öffentlichkeit in Zusammenhang gebracht werden kann. Eine ziemlich weit hergeholte „Erkenntnis“.

Das Denkmal, dass Prinz Harry und Prinz William im nächsten Monat für ihre Mutter enthüllen wollen, soll letztendlich auch ein politisches Zeichen setzen: Erinnerung und Ehrung für Prinzessin Diana und ihr öffentliches Wirken. Der momentan orientierungslose Lebenszuschnitt des Herzogs und der Herzogin von Sussex, hat damit nichts zu tun. Für konstruktive Kritik ist die britische Öffentlichkeit sicher immer offen, aber dieses Paar (und die Betonung liegt auf Paar) integriert nicht, sondern treibt willentlich einen Keil durch die Gemeinschaft und schafft Unfrieden. Für die Stabilität gegenwärtiger Monarchien ein Kardinalfehler! Der regierende Adel in der westlichen Welt wird an seiner Leistung für den Zusammenhalt des EINEN gemessen. Dem wird und wurde das herzogliche Paar nicht mehr gerecht.

Rolf-Michael Hilkenbach / Mai 2021 / ergänzt Februar 2026

Prinz Harry: Neue Rassismus-Vorwürfe – und auch Diana spielt eine Rolle! | BUNTE.de Quelle für das Zitat


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